"Vize" der B-Gespanne

Mit gemischten Gefühlen machten wir uns auf den Weg nach Osnabrück zum DMSB Langbahn-Pokal, unserer inoffiziellen deutschen Meisterschaft.

Einerseits vermissten wir etwas die fehlende Erfahrung auf Grasbahnen, auf der anderen Seite lief es bisher in dieser Saison doch recht gut und so machten wir uns Hoffnungen, auch in Osnabrück ein gutes Ergebniss einfahren zu können.

Optimistisch gingen wir in das Training, doch die Ernüchterung folgte prompt. "Wir sind hier zu langsam", war Patricks Eindruck nach den ersten Runden. Glücklicherweise bestätigte sich dieser Eindruck nicht. Im zweiten Trainingsdurchgang und dem Starttraining freundeten sich Patrick und Viktor immer mehr mit der gewöhnungsbedürftigen und schwer zu befahrenden Berg- und Talbahn an. Lediglich ein Startversuch liess weiter zu wünschen übrig. Ein "Cowboy-Start" mahnte zur Vorsicht, dennoch war die Stimmung positiv und wir sahen dem Rennen positiv entgegen.

In unserem ersten Rennlauf kamen wir nach einem durchwachsenem Start als Zweite aus der ersten Kurve, konnten nach 2 Runden die Führung übernehmen und den Lauf für uns entscheiden. Spätestens jetzt war uns klar dass wir auch hier die Chance haben ganz vorne mitzufahren, und diese wollten wir auch nutzen.

In Lauf zwei mussten wir von ganz innen starten. Der innere Startplatz bot zu diesem Zeitpunkt eine einzige Rille an, ansonsten war der Startplatz noch grün. Die Rille war leider zu tief und so entschied sich Patrick dazu auf frischem Gras zu starten. Leider ging es hier überhaupt nicht vorwärts, der Versuch durch frühes Umschalten schneller vorwärts zu kommen ging auch nach hinten los und so lagen wir nach der ersten Kurve nur auf dem vierten Platz. Es gelang uns zwar noch einen Platz gut zu machen, auf die führenden Gespanne konnten wir jedoch trotz grosser Bemühungen keinen Boden mehr gut machen. Wir hatten unterschätzt wie sehr sich die Bahn inzwischen doch verändert hatte und versäumt, die Einstellungen des Motorrades anzupassen. Am Ende kamen wir als Dritte ins Ziel.

Nachdem wir Anpassungen an unserem Gespann vorgenommen hatten lief es im dritten Lauf wieder besser. Wir konnten uns am Start und in der ersten Kurve durchsetzen und den Lauf sicher gewinnen, mit dem Fahrverhalten des Motorrades war Patrick dennoch nicht zufrieden und so wurden weitere Dinge geändert.

Im vierten und letzten Vorlauf lief nun alles wie gewünscht. Vom Start weg konnten wir die Führung übernehmen und den Lauf sicher gewinnen. Und ähnlich wie bereits in Herxheim kam nun wieder der Groll über den verkorksten zweiten Lauf auf. Verlorene Punkte die am Ende fehlen könnten. Ein wenig Freude kam beim Blick auf die Punktetabelle dennoch auf. Bereits vor dem Finallauf stand fest dass wir unseren ersten Bahnpokal zumindest auf dem Podest beenden werden.

Doch wir wollten mehr. Auch wenn wir es mit 2 Punkten Rückstand auf die Führenden nicht mehr selbst in der Hand hatten wollten wir das Tagesfinale gewinnen und damit alles was wir in unserer Hand hatten möglich machen. 

Und es ist uns gelungen. Wir konnten uns in der ersten Kurve durchsetzen und das Finale sicher für uns entscheiden. Das Team Horn/End, die alle ihre Vorläufe gewinnen konnten und mit 2 Punkten Vorsprung ins Finale gingen landeten aber ebenso sicher auf dem zweiten Platz und sicherten sich damit den Tagessieg. Für uns blieb am Ende der zweite Platz.

"Ich würde Lügen wenn ich jetzt sage ich bin restlos zufrieden, aber der zweite Platz im Bahnpokal, inoffizeller deutscher Vize-Meister der B-Lizenz, ist garnicht so schlecht" waren Patricks erste Worte nach dem Rennen.

Wir möchten die Gelegenheit hier nutzen, nochmals den Siegern Andreas Horn und Sonja End sowie den drittplatzierten Sebastian Kehrer und Patrick Lepnik für das tolle Rennen zu gratulieren. Unser Dank und Respekt geht aber auch an ALLE anderen teilnehmenden Teams für ein tolles Rennen ohne irgendwelche Vorkommnisse. Jeder von uns ist ein Teil des ganzen und so macht der Sport spass.👍

Ein grosser Dank geht auch an alle Gratulanten, wir freuen uns über jeden der sich mit oder für uns freut und unsere Leistungen respektiert und auch das ist es was wir an diesem Sport so lieben.