Heimsieg zum Saisonauftakt

Nachdem wir im letzten Jahr bei unserem Heimrennen in Herxheim schon gut dabei waren und auf dem zweiten Platz landeten gab es insgeheim nur ein Ziel: den Gesamtsieg!
Es war aber auch unser erstes Rennen in diesem Jahr und so reist man doch mit gemischten Gefühlen an. Wir wussten, wir haben uns materiell, körperlich und mental gut vorbereitet, aber die Konkurrenz schläft nicht. War jemand noch eifriger über den Winter oder haben die Teams Vorteile die schon Rennen bestritten haben?
Wir kamen im Training sehr gut zurecht, das Motorrad lief auch sehr gut und nachdem wir im Starttraining die schnellste Trainingszeit fahren konnten wussten wir, wir sind dabei.
Der Start zum ersten Rennlauf klappte dann leider nicht wie gewünscht. Wir kamen leicht ins kippen und die Teams rechts und links lagen gleich eine Motorradlänge vorne. Aber bereits in der ersten Kurve konnten wir unseren Fehler wettmachen und auf der Innenbahn die Führung übernehmen.Wir konnten unsere Führung ausbauen und uns so die ersten 5 Punkte sichern.
2 weitere Vorläufe sowie gegebenenfalls der Finallauf sollten dann am Donnerstag Vormittag stattfinden. Wir konnten unsere Starts verbessern und die Vorläufe jeweils vom Start weg gewinnen. Mit maximalen 15 Punkten zogen wir so mit 4 Punkten Vorsprung ins Finale ein und durften als erstes Team den Startplatz wählen. Wir entschieden uns für den inneren Startplatz mit der roten Helmfarbe. Dieser Startplatz erwies sich auch später im Verlauf der Weltmeisterschaft als der Beste des Tages.
Wir wussten 2 Punkte reichen für den Sieg aber der Wunsch war natürlich auch das Finale zu gewinnen und alle Zweifel auszuräumen. Auch im Finale konnten wir dann den Start gewinnen und kontinuierlich unsere Führung ausbauen. Als wir dann in der letzten Runde auf die Spitzkehre zu fuhren wussten wir, noch einmal konzentrieren, noch einmal sicher durch diese Kurve dann haben wir es geschafft. Und dann kamen die roten Flaggen raus. Der Lauf musste abgebrochen werden da ein gegnerisches Gespann im Zweikampf seinen Beifahrer verloren hatte. Glücklicherweise ging hier alles gut aus und es wurde niemand verletzt.
Am Vorstart wurde es dann nochmal hektisch. Motorrad fertig machen falls der Lauf wiederholt wird. Der Schiedsrichter entschied jedoch den Lauf nach 3 Runden zu werten und so standen wir als Gesamtsieger des Rennens mit maximalen 20 Punkten fest.
Wir haben es geschafft, ein kleiner Traum wurde wahr und auch wenn wir das Finale lieber zu Ende gefahren wären und die Ehrenrunde genossen hätten sind wir natürlich überglücklich über dieses Ergebnis.