Der Traum platzt im Schwarmer Dreck

Der Bahnpokal, die deutsche Meisterschaft der B-Lizenz, fand dieses Jahr auf der schnellen Grasbahn in Schwarme statt. Die Bahn war uns völlig unbekannt, doch im Vorfeld haben wir schon viel davon erzählt bekommen. So gingen wir gut vorbereitet auf die Reise in den Norden. Es war unser erklärtes Ziel den Bahnpokal siegreich zu absolvieren nachdem wir im letzten Jahr den zweiten Platz bei diesem Prädikat belegten.

Am morgen gingen wir eine Runde ums Oval um uns die Besonderheiten anzusehen und kamen schon im freien Training mit der Strecke gut zurecht, wenngleich die 3 Minuten Training etwas wenig waren um wirklich die schnellen Linien zu finden.

So ging es dann schon zum Pflichttraining. Patrick war noch auf der Suche nach der Ampel da ging das Band schon hoch und die Konkurrenz raste ohne uns los. Also dem Feld hinterhergejagt. In den 2 Runden fuhren wir vom vierten auf den zweiten Platz vor und machten auch auf den Erstplatzierten etliche Meter gut. Unser Speed stimmte also und während der Fahrervorstellung hatten wir die Möglichkeit auch zu schauen wo die Startampel steht.

Im ersten Punktlauf konnten wir von ganz innen den Start und letztlich auch den Lauf mit grossem Vorsprung gewinnen.
Im zweiten Rennlauf mussten wir vom frisch bewässerten vierten Startplatz losfahren. Auf Platz 2 kamen wir in die erste Kurve und machten Jagd auf die Führenden. Eingangs der dritten Runde waren wir endgültig dran und setzten in der nächsten Kurve zum überholen an. Hier ging uns etwas der Platz aus und wir stürzten heftig.
Glücklicherweise kamen wir ohne ernsthafte Verletzungen davon und wollten unbedingt am weiteren Rennen teilnehmen. Das Motorrad hatte auch nicht zu viel abbekommen, konnte schnell repariert werden und nach einem kurzen Check des Motorrades und unserer Helme durch die technischen Kommisare ging es dann schon zum nächsten Lauf.
Vom Start weg auf Platz 3 konnten wir in der zweiten Kurve auf Platz 2 vorfahren und auch auf die Führenden aufholen, ganz dran kamen wir jedoch nicht mehr und so beendeten wir unseren dritten Lauf auf dem 2. Platz.
Dann gab es eine Pause kleine Pause. Die Anspannung und das Adrenalin senkten sich ein wenig und wir merkten, dass es doch hier und da ordentlich zwickt.
Im vierten und letzten Vorlauf lagen wir nach einem durchwachsenen Start nur auf Platz 4. Leider waren wir durch die Folgen des Sturzes nicht mehr in der Lage anzugreifen und beendeten den Lauf auch auf Platz 4.

Ein sicheres Fahren über 4 Runden war leider nicht mehr gewährleistet und so entschieden wir uns dazu, auf die Teilnahme im Finale für das wir uns mit 8 Punkten qualifiziert hatten, zu verzichten.

So belegten wir im Bahnpokal 2019 den 5. Platz, womit wir natürlich absolut nicht zufrieden aber angesichts der Umstände froh sind, dass nicht mehr passiert ist.