Deutsche Meisterschaft in Pfarrkirchen

Aufgrund unserer Leistungen während der Saison wurden wir auch für die Teilnahme der deutschen Meisterschaft der A-lizenz Gespanne nominiert, die auf der schnellen 1000m Sandbahn in Pfarrkirchen stattfand.

Die deutsche Meisterschaft ist das Highlight der deutschen Gespann Szene denn hier wird nicht nur nach dem Meister gesucht, es geht auch um die Qualifikationsplätze für die Europameisterschaft 2020.
Schon im Training kamen wir mit der für uns Bahn gut zurecht und sahen im Starttraining dass wir einen guten Speed haben, aber die Starts bei diesem Rennen sehr wichtig sein werden.
Unsere Starts konnten wir verbessern, aber leider nicht genug. In unserem ersten Lauf kamen wir nach mässigem Start auf dem vierten Platz aus der ersten Kurve, konnten auf die Gegner zwar noch Boden gut machen, mussten uns jedoch mit dem vierten Platz zufrieden geben. Überholen war auf dieser Bahn sehr schwierig, auf der Innenbahn verlor man zu viel Schwung, auf der Aussenbahn hatte man zusätzlich einen schier unüberwindbaren Sandstrahl der Konkurrenz zum Gegner.
Dass Überholen aber möglich ist, konnten wir in unserem zweiten Lauf zeigen. Wieder war es eine halbe Motorradlänge die uns auf dem Weg zur ersten Kurve fehlte. Und mit dem äusseren Startplatz kamen wir in der ersten Kurve so gleich in den Genuss vom fünffachen Sandstrahl. Bis wir wieder einigermassen freie Sicht und uns sortiert hatten wo wir überhaupt auf der Strecke sind war das Feld bereits enteilt. Also nichts wie hinterher. Wir konnten die Gegner ein und überholen und fanden uns nach 3 Runden auf dem dritten Platz wieder. Auch auf die führenden Gespanne konnten wir noch etwas aufholen, für mehr als Platz 3 reichte es jedoch leider nicht.
Und auch in unserem dritten und letzten Vorlauf klappte der Start wie gewohnt eher bescheiden. Auf Platz 5 liegend machten wir im Parallelflug mit dem Kollegen auf Platz 4 Jagd auf die Vordermänner auf den Plätzen 2 und 3, die sich ihrerseits im Zweikampf befanden. Leider konnten wir unsere Platzierung nicht mehr verbessern und wir kamen auf Platz 5 ins Ziel.
Vor den Halbfinals lagen wir so auf Platz 7 der Tabelle und wollten die Chance, uns fürs Finale zu qualifizieren natürlich wahrnehmen.
Wir wählten fürs Semi die innere Startposition in der Hoffnung, uns in der ersten Kurve vom Strahl der Gegner fernhalten zu können und vielleicht hier bereits den ein oder anderen Platz gut zu machen. Tatsächlich gelingt es uns gleich an einem Gegner vorbeizuziehen, dennoch kamen wir wieder nur auf Platz 4 aus der ersten Kurve. Und wieder geht die Aufholjagd los. Ende der zweiten Runde liegen wir auf Platz 3 und in der letzten Kurve gelingt es uns gar noch auf Platz 2 vorzuziehen.
Somit waren wir fürs Finale qualifiziert und durften auch hier wieder von ganz innen starten, da diesen Startplatz sonst niemand wollte.
Wie schon im Halbfinale gelingt es uns auch im Finale in der ersten Kurve einen Platz gut zu machen. Auf Platz 5 liegend versuchten wir wieder Plätze gut zu machen was uns hier leider nicht mehr gelang. Wir konnten das Gespann auf Platz 4 immer wieder angreifen aber es fehlten immer wieder die entscheidenden Zentimeter um vorbeizuziehen.

Insgesamt belegten wir so bei unserer ersten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft scheinbar den 5. Platz, Punktgleich mit einem Gespann das im Finale hinter uns landete. Leider sind wir jedoch nur 6. in der Gesamtwertung. Anstelle der üblichen Wertung -bessere Platzierung im Finallauf- wurde bei Punktgleichheit die Majorität der besseren Plätze zur Entscheidung herangezogen.

Dennoch sind wir mit dem Ergebniss zufrieden. Es war ein hartes und dreckiges Rennen, wir konnten jedoch wieder viel lernen und hatten richtig viel Spass. Ein rundum gelungener Saisonabschluss.